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Curse of Knowledge

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Das „Curse of Knowledge“ (auf Deutsch oft „Fluch des Wissens“) bezeichnet eine kognitive Verzerrung, bei der Fachleute unbewusst davon ausgehen, dass andere über dasselbe Vorwissen verfügen wie sie selbst. Dadurch fällt es ihnen schwer, komplexe Inhalte in einfachen Worten zu erklären oder die Perspektive von Anfängern einzunehmen, was schnell zu Missverständnissen in der Kommunikation führt.

Was ist der Curse of Knowledge?

Der Curse of Knowledge ist ein kognitiver Fehlschluss, der auftritt, wenn jemand bei der Kommunikation mit anderen unbewusst davon ausgeht, dass sein Gegenüber über denselben Hintergrund und dasselbe Detailwissen verfügt wie er selbst. Sobald wir eine Sache tiefgehend verstanden haben, können wir uns schlichtweg nicht mehr vorstellen, wie es war, dieses Wissen nicht zu besitzen.

In der digitalen Kommunikation führt dieser „Fluch“ dazu, dass Experten Texte schreiben, die für Außenstehende wie eine unlesbare Fremdsprache wirken. Anstatt die Zielgruppe abzuholen, baut man ungewollt Barrieren auf.

  • Das Prinzip: Wer zu tief im eigenen Thema steckt, verlernt die Sprache derer, die Hilfe suchen.


Der Curse of Knowledge ist wie der IT-Leiter einer Gemeindeverwaltung im Rhein-Sieg-Kreis, der dem Bürgermeister den Ausfall des Bürgerbüros mit den Worten erklärt: „Das Kubernetes-Cluster hat ein DNS-Routing-Problem im Docker-Container.“ Der Bürgermeister wollte eigentlich nur wissen, wann die Bürger in Siegburg wieder ihre Personalausweise abholen können.

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